Tödliche Marken

Marken und Brandschutz

Billigmarken wie C&A und KiK sind mitverantwortlich für die Toten in den Fabriken

Beim Brand am 11. September 2012 starben fast 300 Arbeiterinnen und Arbeiter in einer Textilfabrik in Karadschi, die unter anderem für KiK Billigkleider produziert. Der Brand war kein Einzelfall. Allein seit 2000 sind mehr als 700 Beschäftigte durch Brände in Fabriken der Bekleidungsindustrie in Pakistan und Bangladesch umgekommen. Im Dezember 2012 gab es 112 Tote bei einem Brand in Bangladesch. Grund dafür sind fehlende Sicherheitsstandards. Auf der Petitionsplattform Change.org wurde nun der Aufruf Gerechtigkeit für die Opfer des Fabrikbrandes in Bangladesch! gestartet.

„Wir fordern daher C&A und KiK in Deutschland, aber auch die anderen Einkäufer der Tazreen-Fabrik wie Walmart, Li&Fung, Edinburgh Woolen Mill, Disney, Dickies, Sean Comb (ENYCE) und Kmart/ Sears auf:
1. die Opfer der Brände vollständig zu entschädigen
2. sicherzustellen, dass die Brandursachen vollständig und transparent untersucht werden
3. das Brandschutzabkommen (Bangladesh Fire and Building Safety Agreement) zu unterzeichnen.

Schon 2010 wurde in einer Panorama Sendung über die katastrophalen Bedingungen in Billigtextilfabriken berichtet. Im Beitrag Tod in der Fabrik vom 6.12.2012 wurde nun erneut dargestellt, welchen Preis billige Mode hat. Am Ende des Beitrages wird ein pakistanisches Unternehmen vorgestellt, das seine Mitarbeitenden versichert und zudem Brandschutzmassnahmen umgesetzt hat. Die Produktion wird so 20 % teurer, aber laut Firmenchef ist dies zu viel für deutsche Billigketten. Die Aufträge erhält er aus dem Inland.
Alexandre Robert

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