Bienensterben stoppen

Savethebees

Sie sind klein – um ihre Botschaft lesen zu können, muss man die Perspektive wechseln

Bienen und andere Insekten sind für den Anbau von Nahrungsmitteln unverzichtbar. Trotz Industrialisierung hängt weltweit die Landwirtschaft von den kleinen Bestäubern ab. Zunehmend setzten aber Monokulturen, Parasiten und Pflanzenschutzmittel den Tieren zu. Seit einigen Jahren ist ein massives Verschwinden von Bienenvölkern zu verzeichnen. So gibt etwa der Schweizer Imkerverband an, dass seit letztem Herbst ein Viertel der Bienenvölker verendet ist. In vielen Ländern gibt es Kampagnen zum Schutz der bedrohten Insekten. Greenpeace Schweiz ruft mit der Aktion „Save the bees!“ zur Unterstützung gegen das Bienensterben auf.

„Die Bienen brauchen dringend Hilfe. Ein Verbot sämtlicher bienenschädlicher Pestizide ist eine wirksame und schnell umsetzbare Massnahme. Wir setzen uns weiterhin mit Volldampf für eine bienenfreundliche und dringend notwendige ökologische Landwirtschaft ein.“

Wer dazu beitragen will, dass die kleinen Helfer wieder bessere Überlebensbedingungen erhalten, kann dies auf der Greenpeace-Website Save the bees! tun. Wer von der Notwendigkeit etwas gegen das Bienensterben zu unternehmen nicht überzeugt ist, dem ist der Film More than honey vom oscarnominiertem Markus Imhoof zu empfehlen. Fantastische Nahaufnahmen ermöglichen neue Perspektiven.
Alexandre Robert

Spielend die Welt verändern

United Streetfootballworld

Tippspiel zur EM 2012 und Unterstützung für den Streetfootball auf der ganzen Welt

Zur Fussball Europameisterschaft in Polen und der Ukraine heute mal ein Tipp für Fussballfans und Fussballmuffel. Die Plattform justUNITED.com hat es sich zum Ziel gesetzt, auf der ganzen Welt fussballspielend sozialen Wandel voranzutreiben.

„Auf der Internetseite von justUNITED.com können sich Fans über die Herausforderungen informieren, denen sich Jugendliche rund um die Welt stellen müssen, und darüber, wie die Organisationen des Streetfootballworld Netzwerks das Potenzial des Fußballs nutzen, um diesen Jugendlichen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. […] Alle Fußballfans sind herzlich dazu eingeladen, mitzuspielen und die Netzwerkmitglieder und ihre Projekte durch Online-Spenden direkt zu unterstützen.“

Das ist aber noch nicht alles: Die Website bietet zur EM ein kostenloses Tippspiel, bei dem einzeln oder in Teams gespielt und gewonnen werden kann. Das Spielen und Spenden ist sehr einfach gestaltet, also am besten gleich los zum Ank(l)ick.
Alexandre Robert 

Nutzen statt Besitzen

Collaborative Consumption

Auch auf der re:publica 12 in Berlin war "Collaborative Consumption" ein Thema

Vom 2. bis 4. Mai fand in Berlin bereits zum sechsten Mal die Konferenz re:publica statt, bei der ganz unterschiedliche Themen im Zusammenhang mit der „Digitalen Gesellschaft“ diskutiert wurden. Neben deutschen „Web 2.0-Stars“ wie Sascha Lobo (Autor) und Daniel Domschelt-Berg (OpenLeaks), trugen insgesamt 270 internationale Sprecherinnen und Sprecher bspw. aus Ägypten, Afrika, Indien und den USA zur Veranstaltung bei. Wer nicht vor Ort war, hatte die Möglichkeit per Live-Stream die Geschehnisse zu verfolgen und sich selbstverständlich via Blog und Twitter an Diskussionen zu beteiligen. Sämtliche Vorträge sind als Video auf der Website verfügbar. Das Thema „Nutzen statt Besitzen“ wurde von Michelle Thorne in ihrem Vortrag Designing for Collaborative Consumption behandelt. Ihre Kernaussage lautet, dass es höchste Zeit ist, die Kultur des „Design for the dump“ zu ersetzten durch eine netzbasierte Kultur der gemeinsamen Nutzung von Dingen.

„Unlike any other generation, we can better provide and share infrastructure thanks to network technology. We can buy, build, and collaborate locally and efficiently. We can shop smarter, share better, and use our networks, both online and off, to reduce waste, improve the economy and environment, spare our bank accounts, and even have a good time and make new friends doing it.“

Am Ende ihres etwas lang geratenen Vortrages gab sie Beispiele dafür, welches Potential der Sharing-Gedanke für die Produkt- und Servicekonzeption (Design) bereithält. Es wird spannend werden zu sehen, welche Unternehmungen diese Ideen aufnehmen. Auch die Entwicklung der Bedeutung des Wortes Wealth (Vermögen, Reichtum, Wohlstand,…) wird in diesem Zusammenhang aufschlussreich sein.
Alexandre Robert 

Nachhaltige Heimarbeit

homeofficeday

Ab und zu in den eigenen vier Wänden arbeiten macht Spass und schont die Umwelt

„Am 10. Mai 2012 findet der Nationale Home Office Day zum dritten Mal statt. Bereits im letzten Jahr haben schweizweit tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Gross- und Kleinunternehmen einen Tag lang zu Hause gearbeitet und damit einen Beitrag zu mehr Lebensqualität und einer geringeren CO?-Belastung geleistet. Insgesamt ist aus dem zweiten Home Office Day am 19. Mai 2011 ein Zeitgewinn von 908 Tagen entstanden, und auf ein Jahr gerechnet konnten 9‘198 Tonnen CO? eingespart werden. Grund genug, den Home Office Day auch 2012 wieder aufleben zu lassen – als Anstoss zum Umdenken und als Beweis, dass Lebensqualität, Produktivität und Klimaschutz keine Gegensätze sind.“

Auf der Website der Initiative, die von Microsoft in Zusammenarbeit mit Schweizer Unternehmen und Institutionen betrieben wird, finden sich unterhaltsame Filme, sowie ein Link zu einem auf Facebook in diesem Zusammenhang laufenden Wettbewerb, bei dem man neben „Home-Office“-Software auch einen Besuch beim Solar Impulse Gründer und Piloten Bertrand Piccard gewinnen kann. Also am 10. Mai wird zu Hause gewerkelt.
Alexandre Robert 

Alles so schön social hier

neightborgoods

Geben ist einfacher als Nehmen, zumindest scheint dies bei Gebrauchtwaren der Fall zu sein

Am 14. März fand der vom GDI organisierte Europäische Trendtag 2012 statt (siehe Artikel vom 22. Januar). “Der Kult des Sozialen – Warum Beziehungen die neue Währung sind“ lautete der Titel der Veranstaltung. Zur kultischen Versammlung gerufen, pilgerte das Publikum zahlreich an den Zürichsee. Neben interessanten Vorträgen des „Trend Trios“ (Bolz, Bosshart, Wippermann) wurden auch praktische Ansätze von „Social Business“ vorgestellt und diskutiert. Einige Eindrücke und Kurzvideos sind hier zu sehen. Besonders spannend im Zusammenhang mit der Frage nach der gemeinsamen Nutzung von Produkten (Collaborative Consumption) war der Beitrag von Micki Krimmel, Mitbegründerin der Sharing Plattform Neighborgoods.net. Menschen aus einer Region können hier Dinge ver- bzw. ausleihen. Die ursprüngliche Idee, für die Transaktionen Gebühren zu berechnen, hat sich nicht bewährt. Nun ist der Service kostenfrei verfügbar. Gegenstände im Gesamtwert von vier Millionen USD sind ausleihbar. Die Community hat 20 Tausend Mitglieder. Davon ist die Mehrzahl allerdings am Verleihen interessiert. Das Ausleihen scheint mit einem Stigma belegt zu sein. Daher überlegen die Macher der Plattform, wie sie eine „soziale Währung“ etablieren können, die es den Ausleihern ermöglicht, etwas zurückzugeben. Ein weiterer Ansatz für die Zukunft ist die Zusammenarbeit mit bestehenden Netzwerken wie bspw. Schulen und Kirchen. Es gibt also noch wenig Erfahrungen mit dem gemeinsamen Nutzen von Dingen. Der Bedarf, Dinge, die nicht oder selten gebraucht werden, zur Verfügung zu stellen, besteht. Es entstehen immer mehr Sharing Plattformen auch in Europa . Es wird spannend sein zu sehen, wie sich die Sharing-Kultur entwickelt.
Alexandre Robert

Online-Petition

Recht ohne Grenzen

Das Motto: Konzerne an die Leine

Soziale Medien werden auch für politische Interessen eingesetzt. Online-Petitionen stellen dabei eine einfache Möglichkeit dar, Stimmen für eine Kampagne zu sammeln. Ein aktuelles Beispiel ist die Unterschriftenaktion von „Recht ohne Grenzen“, deren Ziel es ist: „Bundesrat und Parlament sollen dafür sorgen, dass Firmen mit Sitz in der Schweiz weltweit Menschenrechte und Umwelt respektieren müssen.“ Organisatoren der Kampagne sind 50 Organisation, darunter Amnesty International, Caritas, Erklärung von Bern, Gesellschaft für bedrohte Völker, Greenpeace, Terre des Hommes und WWF. Es kommt ein witzig gemachter Film zum Einsatz, den es sich lohnt anzusehen. Auf der Website erfährt man weitere Hintergründe zur Kampagne und hat die Möglichkeit, die Forderungen zu unterzeichnen.
Alexandre Robert 

Der Kult des Sozialen

Trendtag 2012

Titelbild aus dem Programm des 8. Europäischen Trendtages (GDI)

Der 8. Europäische Trendtag, der am 14. März im Gottlieb Duttweiler Insitute (GDI) in Rüschlikon bei Zürich stattfindet, widmet sich dem Thema: „Der Kult des Sozialen – Warum Beziehungen die neue Währung sind“. 12 Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft stellen ihre Erfahrungen und Thesen u.a. zu „Social Business“, „Social Shopping“, „Social Objects“ und „Sociopleasure“ vor. Insbesondere die Fragestellung nach dem „Linking value“ von Produkten könnte dabei spannende Ansätze für das Themenfeld „Social Media und CSR“ liefern. In diesem Blog wird es nach der Veranstaltung dazu eine Einschätzung geben.
Alexandre Robert