CEOs, Social Media und CSR

CEOs SocialMedia CSR

Hier bloggt der Chef - Glaubwürdigkeit in Nachhaltigkeitsfragen durch Social Media

In einer aktuellen Studie der Kommunikationsagentur Brandfog wurden Mitarbeitende unterschiedlicher Unternehmen nach ihrer Einschätzung zur aktiven Social Media Nutzung ihrer Chefs befragt. Von den 13 Fragen bezog sich die neunte auf die Kommunikation von CSR-Themen. Eine deutliche Mehrheit von 92% der Befragten schätzt die aktive Social Media Teilnahme der CEOs und anderer leitender Personen als wertvollen Beitrag zur Kommunikation von Nachhaltigkeitsthemen ein. Es ist anzunehmen, dass Unternehmen, deren Führung sich via Social Media aktiv zu Fragen der Verantwortung äussert und sich der Diskussion stellt, ernsthafte Massnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit eingeleitet haben. Zudem unterstützen bloggende CEOs eine transparente Firmenkultur. Es wird viel von „Leadership“ der Unternehmensleitenden gesprochen. Social Media bietet ihnen durchaus Chancen Vorbildfunktionen wahrzunehmen. Unternehmen, die heute kein Konzept für den Umgang mit Social Media haben, fehlt wohl die adäquate Führung für die Herausforderungen der Zukunft. Der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf.
Alexandre Robert

Gründe fürs „unliken“ von Marken

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Beziehungen, die nerven, kann man auch beenden - bei FB mit einem Klick

In einer 2011 in UK durchgeführten Studie ermittelte ExactTarget u.a. Gründe dafür, warum Facebook-Teilnehmende die Verbindung zu Unternehmen bzw. Marken lösen. Quantitative Daten zur Anzahl der gelösten Verbindung werden nicht geliefert, aber die Ergebnisse bzgl. der Gründe sind deutlich. „42% have unliked a brand on Facebook because they felt bombarded with messages.“ Neben der Informationsflut sind es die irrelevanten Inhalte, die wenig Begeisterung auslösen. Eine ähnliche Studie, auch von ExactTarget in den USA durchgeführt, kommt zu den gleichen Ergebnissen. Die Schlussfolgerung, dass auf längere Sicht die Inhalte zählen und nicht die einmalig erreichte Anzahl der „Fans“ ist recht banal. Die vergraulten Fans zum Wiederkommen zu motivieren, wird schwierig sein. Wenn Unternehmen aber über sich und ihre Marken Spannendes berichten, und sie die „Verlinkten“ als Dialogpartner ernst nehmen, steckt grosses Potential in der vernetzten Kommunikation. Dies gilt insbesondere für das Themenfeld „verantwortungsvolles Verhalten“, bei dem neben Transparenz und Authentizität auch die Dialogfähigkeit ausschlaggebend für erfolgreiche Kommunikation ist.
Alexandre Robert

Branchen-Barometer – Hallo?

Branchen-Barometer

Social Media ist klasse, macht aber Arbeit

Die Betreiber der Internetplattform „Utopia“, die sich das Ziel setzen, den Dialogprozess über das Thema Nachhaltigkeit zwischen allen gesellschaftlichen Akteuren zu fördern, haben anscheinend auch mal mit den eigenen Dialogprozessen zu kämpfen. Bei ihrem zweiten Branchen-Barometer zum spannenden Themenfeld Auto geht es um darum:

„Sagen Sie der Autoindustrie Ihre Meinung! Utopia ist angetreten, Verbrauchern eine Stimme zu geben und kraftvolle Impulse an die Industrie zu senden. Mit dem Branchen-Barometer können Sie Ihre Sicht als verantwortungsbewusster Konsument ganzen Industrien abgeben. Sagen Sie Unternehmen, ob sie Ihnen vertrauen! In weniger als fünf Minuten. Dieses Mal: die Autoindustrie.“

Dieser Aufruf zur Umfrage wurde im Sommer 2010 gestartet. Bisher wurden weder Ergebnisse veröffentlicht, noch Fragen der Community beantwortet. Kein wirklich gutes Vorbild für den Dialog im „Mitmach-Web“. Zumindest sind einige interessante an die Automobilindustrie gerichtete Kommentare auf der Seite zu lesen.
Alexandre Robert 

Wie entsteht Vertrauen?

Vertrauen schaffen durch soziale Attribute

Vertrauen schaffen durch "soziale Attribute"

Im Edelmann Trust Barometer 2012 wird auf Grundlage einer Befragung von 30.000 Teilnehmenden aus 25 Ländern dargestellt, welches Vertrauen Unternehmen, Medien, Staaten und NGOs zur Zeit „geniessen“. Neben detaillierten Einblicken in länder- und branchenspezifische Bewertungen gibt es ein weiteres interessantes Ergebnis: „Social Media“ wird im Vergleich zum Vorjahr ein 75% höheres Vertrauen zugesprochen. Zu Denken geben könnte auch die Liste der Attribute, die in Zukunft Vertrauen schaffen. Wie in der Grafik verdeutlicht, werden „soziale Attribute“ wichtiger für die Vertrauensbildung als operationale (messbare) Kriterien. Oben auf der Liste landen Attribute wie: „Auf Kundenbedürfnisse eingehen“ und „Sozial und ökologisch verantwortungsvoll handeln“. Die „Hohe Qualität der Produkte und Services“ wird von den Verfassern der Umfrage als operational kategorisiert, was meiner Auffassung nach nicht ganz stimmt. Wie Produkt- und Servicequalität wahrgenommen wird, hängt auch von kommunikativen bzw. „sozialen Attributen“ ab.  Eine Zusammenfassung der Studie in englischer Sprache ist hier einzusehen.
Alexandre Robert

Social Media – Nutzerzahlen

Die publizierten Nutzerzahlen einzelner Marktforschungsfirmen bzgl. „Social Media“ sind unterschiedlich. Jedoch ist ein deutlicher Zuwachs von Aktivitäten in den unterschiedlichsten Bereichen eindeutig belegbar. Weltweit gesehen beteiligen sich über 50% der Internetnutzer in der einen oder anderen Weise an Social Media. „For the first time ever, social network or blog sites are visited by three quarters of global consumers who go online, after the numbers of people visiting these sites increased by 24% over last year. The average visitor spends 66% more time on these sites than a year ago, almost 6 hours in April 2010 versus 3 hours, 31 minutes last year“ (Nielsen 2010). „Insgesamt besuchen heute 62% der Nutzer Social Networks (Fittkau & Maaß 2010). Der Anteil der passiven Nutzer ist dabei noch deutlich höher, aber die Tendenz der aktiven Beteiligung ist steigend. Als aktive Beteiligung kann bereits erachtet werden, wenn ein Nutzer bspw. seine Einschätzung zu einen Artikel in einer Online-Zeitung durch Klick auf ein Bewertungs-Tool abgibt. Die Zeit, die Menschen am Arbeitsplatz aber auch in ihrer Freizeit mit Social Media verbringen, steigt weiterhin. Studien besagen, dass zum Teil mehr als 5 Stunden am Tag in Social Media verbracht wird. Eine weitere Steigerung der „Nutzungsdauer“ ist momentan durch die zunehmende Verbreitung von mobilen Social Media Services zu erwarten.
Alexandre Robert